Gib mir Deinen Link, ich geb’ Dir meinen
Ein wenig Gezanke in beinahe vergessener Enteignet-Springer-Manier gibt es derzeit auf dem jepblog der Axel-Springer-Akademie zu bestaunen. Der Anlaß: Ein Fehdehandschuh von Stefan Niggemeier, eine Einladung zum Gespräch als bewährter Konter und die stolze Erwähnung des Springerschen Pressekodexes, der noch strenger sei als der des Presserates. Das provoziert selbstverständlich Sippenhaft-Attacken wegen der BILD, die in den Kommentaren bislang auch nicht abgewehrt wurden - zumindest nicht auf sachlicher Ebene.
Thomas Knüwer berichtet außerdem von einer E-Mail aus der Akademie, in der nicht besonders subtil um Aufnahme in die Blogroll gebeten wurde. Sowas habe ich auch bekommen - ein wenig anders formuliert, immerhin, aber ebenfalls mit der Bitte um Verlinkung und mit einem “Hoch auf die Vernetzung!” schließend.
Etwas plump, ja, aber auch keiner Empörung wert, zumal ich glaube, daß ein Akademie-Blog durchaus interessant sein kann (und noch wesentlich interessanter sein könnte, wenn die Journalistenschüler selber ran dürften). Nur: Mir scheint, daß in der Blogroll des jepblog wiederum überwiegend Blogs verlinkt werden, die ihrerseits das jepblog bereits in der Blogroll oder einem Eintrag verlinkt haben - aber nicht etwa Knüwers Indiskretion Ehrensache oder dieses Blog hier, obwohl man ja schon gerne einen Link von uns hätte. Das ist dann doch etwas knickerig. Ich mein’, Linktauschgeschäfte zwecks Traffic, das hat man ‘99 gemacht - eine Blogroll habe ich bisher immer als Empfehlung verstanden: Voraussetzungsfrei bis auf die Qualität oder Relevanz des verlinkten Blogs.
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am 2. Februar 2007 um 14:49 Uhr.
Lieber Herr Steglich,
über 1999 könnte man streiten. Aber sonst: Recht ha’m Sie! :-) (Und natürlich auch einen Platz in unserer Blogroll.)
am 2. Februar 2007 um 15:26 Uhr.
Na, ein Glück,
lieber Herr Mayer.
Noch mehr würde ich mich freuen, wenn in Ihrem Blog mal genauer erörtert würde, wie das nun so ist mit dem Zusammenhang von Leitlinien und Kodizes und dem, was die BILD so produziert. Wenn Sie sich beispielsweise mal die “Kurz-korrigiert”-Einträge aus dem Bildblog vornehmen würden und uns erklären, ob das Ihrer Meinung nach zu Ziffer 2 des Pressekodex paßt. Oder ob der “innere Kompass” da gewisse Freiheiten genießt.